Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa. Die Rolle der Schweiz in der OSZE
Zum dritten Mal präsidiert die Schweiz 2026 die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) als weltweit grösste regionale Sicherheitsorganisation. Sie setzt damit ein Engagement fort, das mit der Ausarbeitung der KSZE-Schlussakte von 1975 begann. 50 Jahre später blicken wir zurück auf die Geschichte des KSZE-Prozesses und diskutieren die früheren und gegenwärtigen Herausforderungen der OSZE.Am Freitag, dem 30. Oktober 2026 veranstaltet Dodis am Nachmittag einen historischen Workshop an der Universität Bern, an dem in einem Wechselspiel aus Quellen- und Erinnerungswissen zusammen mit Forschenden und Zeitzeugen die Bedeutung der KSZE und der OSZE für die Schweiz erörtert wird. Am Abend präsentiert Dodis-Direktor Sacha Zala in seiner Keynote in der Aula die neue Quellenedition «Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa. Diplomatische Dokumente der Schweiz von den Anfängen des KSZE-Prozesses bis zum ersten Schweizer OSZE-Vorsitz 1969–1996». Auf dem anschliessenden Podium, das Dodis gemeinsam mit der Schweizerischen Gesellschaft für Aussenpolitik SGA | ASPE organisiert, sprechen die frühere Spitzendiplomatin Heidi Tagliavini und Christoph Späti, Sonderbeauftragter des OSZE-Vorsitzes, über die Rolle der Schweiz in der OSZE. Die Veranstaltungen finden im Rahmen der Reihe «Recto Verso» der SAGW statt, die im Zyklus 2026/27 Raum für Reflexion und Debatte über Wahrheit, Deutungshoheit und die Bedingungen gesellschaftlichen Zusammenhalts eröffnet.FlyerProgrammHistorischer Workshop 15:15 Uhr | Universität Bern, Raum 115Input-ReferatePhilip Rosin: Möglichkeiten und Grenzen schweizerischer KSZE-Politik am Beispieldes Wirkens von Edouard BrunnerChristian Nünlist: Verpasste Gelegenheiten? Die Wurzeln geteilter europäischerSicherheit nach dem Kalten KriegLucas Renaud: 1996, 2014, 2026: Schweizer Rekord und Ausdruck einer Organisationin der KriseDiskussion und Austausch mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen: Marianne von Grünigen,Raimund Kunz, Hans-Jörg Renk, Bruno Rösli und Walter ThurnherrModeration: Thomas BürgisserAbendveranstaltung 18:30 Uhr | Universität Bern, AULABegrüssung durch den Vizepräsidenten der Schweizerischen Gesellschaft für Aussenpolitik, Rudolf WyderKeynote«Die Rolle der Schweiz in der KSZE/OSZE» und Präsentation des Bandes: Sacha Zala, Direktor der Forschungsstelle Dodis, Professor an der Universität BernPodiumHeidi Tagliavini | alt Botschafterin, ehemalige OSZE-SpitzendiplomatinChristoph Späti | Botschafter, Sonderbeauftragter des OSZE-Vorsitzes für den Südkaukasusim Gespräch mit Ivana Pribaković, SRFAnschliessend ApéroAnmeldungen:Workshop per E-Mail an dodis@dodis.ch (begrenzte Platzzahl)Abendveranstaltung online www.aussenpolitik.ch/events/osze/