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Seminari di Dodis

Die Schweiz und China: Diplomatische Gratwanderungen im Kalten Krieg

Dr. Ariane Knüsel präsentiert am 20. Juni 2022 ihre Forschungen zu den Beziehungen Schweiz–China im Kalten Krieg. Für die Schweizer Regierung glichen die Beziehungen zur Volksrepublik China zwischen 1950 und 1989 immer wieder einer diplomatischen Gratwanderung. Die Schweiz war auf gute bilaterale Beziehungen zu China angewiesen, um den internationalen Ruf der Schweizer Neutralität zu verbessern und die Schweiz als Vermittlerin im Kalten Krieg zu etablieren. Auch sollten Schweizer Firmen so einen Vorteil auf dem chinesischen Markt bekommen. Gleichzeitig hatte aber die frühe Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zur Folge, dass die Schweiz von den 1950er bis in die 1970er Jahre zum Zentrum der chinesischen Präsenz in Europa mit zahlreichen wirtschaftlichen, politischen, kulturellen und nachrichtendienstlichen Netzwerken wurde. Akten aus westlichen und chinesischen Archiven sowie Oral History Interviews belegen die Sonderrolle, welche die Schweiz für China spielte, zeigen aber auch, dass chinesische Spionage in der Schweiz, Tibetische Flüchtlinge, unterschiedliche diplomatische Kommunikationsgepflogenheiten sowie die Schweizer Pressefreiheit die bilateralen Beziehungen immer wieder auf eine harte Probe stellten. Die Veranstaltung findet am 20. Juni 2022 um 12:15 Uhr im Schweizerischen Bundesarchiv, Archivstrasse 24 in Bern statt. Beschränkte Platzzahl, verbindliche Anmeldung bis zum 15. Juni 2022 an dodis@dodis.ch. Flyer
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Annina Clavadetscher: «Die Arbeitsgruppe südliches Afrika (1982–1992). Unabhängiger Informationsdienst oder Sprachrohr des Apartheidregimes in der Schweiz?», 23. März 2020 um 12:15 Uhr im Schweizerischen Bundesarchiv.

Die Arbeitsgruppe südliches Afrika (1982–1992)

Annina Clavadetscher präsentiert am 16. Mai 2022 ihre Forschungen zur Arbeitsgruppe südliches Afrika. Die Schweiz und Südafrika – die Beziehungsgeschichte zwischen den beiden Staaten während der Zeit der Apartheid war Anfang der 2000er Jahre zentraler Gegenstand der schweizerischen Zeitgeschichtsforschung. Bereits davor wurde die Thematik in Politik und Gesellschaft breit diskutiert und zahlreiche Akteure und Gruppierungen versuchten, den Diskurs darum zu beeinflussen. Dazu zählt auch die Arbeitsgruppe südliches Afrika, die sich während der 1980er Jahre einen Namen als Pro-Südafrika-Lobbyistin gemacht hat. 1982 gegründet, verschrieb sie sich dem Ziel der «Aufklärung» der schweizerischen Öffentlichkeit durch den eigenen Pressedienst, der Organisation von Referaten sowie Studienreisen ins südliche Afrika. In ihrem Referat geht Annina Clavadetscher dieser bisher kaum betrachteten Arbeitsgruppe nach, fragt nach ihrer Entstehung und ideologischen Verortung und analysiert Aktivitäten und Beziehungsnetze der Gruppierung. Der Einbezug von Aktenmaterial aus südafrikanischen Archiven erlaubt schliesslich nicht nur die Einordnung in die Propagandabemühungen des Apartheidstaats, sondern auch Einblicke in die heutige Archivpraxis Südafrikas. Die Veranstaltung findet am 16. Mai 2022 um 12:15 Uhr im Schweizerischen Bundesarchiv, Archivstrasse 24 in Bern statt. Beschränkte Platzzahl, verbindliche Anmeldung bis zum 12. Mai 2022 an dodis@dodis.ch. Flyer
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Am 23. März 2022 findet an der Universität Basel der Themenabend «Die Schweiz und Georgien» statt.

Themenabend «Die Schweiz und Georgien» am 23. März 2022

Am 23. März 1992 notifizierte der Bundesrat die georgische Regierung über ihre Anerkennung und die Aufnahme diplomatischer Beziehungen. Anlässlich des 30-Jahre-Jubiläums werfen wir einen Blick auf eine vielfältige Beziehungsgeschichte. Die Anerkennungsfrage stellte sich nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion für die Schweiz nämlich nicht zum ersten Mal: Schon nach dem Zerfall des Zarenreichs im Zuge der Russischen Revolution von 1917 bemühte sich die Demokratische Republik Georgien um internationale Anerkennung. Der Schweiz kam dabei eine besondere Rolle zu, da einige georgische Politiker in der Schweiz studiert hatten und die Schweiz als «politisches Vorbild» Georgiens bezeichneten. Wir nehmen den 30. Jahrestag der Anerkennung Georgiens durch die Schweiz zum Anlass für die historische Rückschau «Die Schweiz und Georgien: Stationen einer Beziehungsgeschichte». 23. März 2022, 18:15 Uhr, Universität Basel, Alte Universität, Raum -201. Anmeldung und Kontakt: fenja.laeser@unibas.ch. Flyer Programm Prof. Dr. F. Benjamin Schenk, Prof. für Osteuropäische Geschichte, Universität Basel: Begrüssung Seine Exzellenz Revaz Lominadze, Botschafter der Republik Georgien in der Schweiz und dem Fürstentum Liechtenstein: Grusswort (tbc) Dr. Thomas Bürgisser, Diplomatische Dokumente der Schweiz (Dodis), Bern: Die Anerkennung Georgiens durch die Schweiz 1991/92 und der historische Kontext (Einführung) Fenja Läser, M.A., Departement Geschichte der Universität Basel: «L’appui de la sœur aînée»? Die Schweiz, die Demokratische Republik Georgien und die Anerkennungsfrage (1918–1921) (Vortrag) Apéro
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Geneva and the Future of Multilateralism

The creation of the League of Nations in 1919 marked both the beginning of modern multilateralism and the rise of international Geneva. 100 years later, around 40 international organisations, the permanent missions of 179 countries and hundreds of NGOs are working together from Geneva to build a safer, more just and prosperous world. In an increasingly interdependent world, international cooperation is ever more necessary. Only multilateral responses will make it possible to address the global challenges our societies are facing. Who are the actors and what are the current and future decision-making processes? What is Geneva's role in this evolving context? This is the topic of the debate organised at the University of Geneva in partnership with the federal, cantonal and municipal authorities, the United Nations Office at Geneva and the Fondation pour Genève. The event marks a day of celebration of the centenary of multilateralism in Geneva, during which the Confederation, the Canton and the City of Geneva will renew their commitment to international Geneva by signing a joint declaration. Debate in Presence of Ignazio Cassis, Head of the Federal Department of Foreign Affairs, and  Tatiana Valovaya, Director-general of the United Nations Office at Geneva. Presentation by Sacha Zala, director of the Research Centre Dodis and co-editor of the publication «Switzerland and the construction of Multilateralism» (www.dodis.ch/q14). For further information.
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Internationale Konferenz zu «Global Diplomacy»

Die Konferenz «Global Diplomacy – A Post-Institutional Approach» war auf neue und interdisziplinäre Forschungen im Bereich der Diplomatie fokussiert. Historiker/innen sowie Forschende der Sozialwissenschaften und verwandter Disziplinen mit Interessen im Bereich Diplomatie, transnationales Recht und Global Governance erhielten so die Gelegenheit zu einem fachübergreifenden Austausch. Ein Hauptanliegen der Konferenz war es, frühere und eurozentrische Narrative der Geschichte der Diplomatie zu hinterfragen und eine Globalgeschichte der Diplomatie zu lancieren, die grenzüberschreitende Verflechtungen und transnationale Netzwerke berücksichtigt.Im Rahmen der Konferenz fanden vier Panels, zwei Roundtable-Diskussionen und ein Digital Humanities-Anlass statt, an dem die Datenbank Swiss-Diplo präsentiert wurde (siehe Konferenzprogramm). Die Teilnehmer/innen der Veranstaltung lehren und forschen bei weltweit führenden Universitäten wie der Waseda University in Tokio, der Columbia University, der University of Oxford oder der ANU Canberra. Darüber hinaus waren Expertinnen und Experten aller grossen Forschungsinstitutionen der Schweiz anwesend.Die Konferenz wurde im Rahmen des Forschungsprojekts «A Global History of Swiss Diplomacy» organisiert. Dabei handelt es sich um eine Kooperation zwischen dem Europainstitut der Universität Basel und der Forschungsstelle Diplomatische Dokumente der Schweiz (Dodis). Die Konferenz wurde finanziell unterstützt durch den Schweizerischen Nationalfonds (SNF) und die Freiwillige Akademische Gesellschaft Basel (FAG). Sie fand vom 30. bis 31. August 2018 am Europainstitut der Universität Basel statt.@Europainstitut und @Dodis haben auf Twitter live über die Konferenz berichtet: #globaldiplomacy.Weitere Informationen:Konferenzprogrammwww.swiss-diplo.ch/conference
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